Aquapac PDA Classic Plus im Test

Ó Karl Königer, 05/2003, www.kkoeniger.at

Vorwort

Immer wieder stellte sich mir beim Wandern die Frage: Was mache ich, wenn es zu regnen beginnt - wohin dann mit dem PocketPC. Solange ich keine Richtungsänderungen vor mir habe, ist das ja kein Problem, der PPC wird in irgendeiner Tasche verstaut. Aber was ist, wenn ich am Display nachschauen muß? Fugawi oder Ozi zeigen mir ja den Weg sehr genau an, nur traue ich mir auch das Display in den Regen zu halten? Ein einfacher Plastiksack mit einem Gummiring verschlossen erschien mir nicht sicher genug, der Wasserdichtheit so einer Eigenkonstruktion mißtraute ich.

Deshalb suchte ich nach einer professionellen und bewährten Lösung, die ich im Aquapac fand. Verschiedene Größen standen zur Auswahl. Am geeignetsten erschien mir nach Beratung das Modell PDA Classic Plus, in das mein iPAQ 3870 mit angedocktem Jacket hineinpaßt. In den Beutel passen natürlich auch kleinere Geräte hinein.

 


Lieferumfang

In dem nicht einmal A4-formatigen Packet mit rund 4 cm Dicke sind das Aquapac mit dem verschweißten speziellen Verschlußclip, daran angebracht die Umhängekordel und neben der Anleitung noch eine Gesamtproduktübersicht und eine Preisliste untergebracht. Der Beutel selbst hat eine Länge von 20 Zentimetern und einen Umfang von 26,5 Zentimetern.


Werksangaben, Garantie

Das weiche aber trotzdem reißfeste Folienmaterial ist ein spezielles Polymer, exklusiv für Aquapac hergestellt. Die Nähte werden im aufwendigen Hochfrequenz-Schweißverfahren geschweißt. Die harten Teile sind eine Mischung von Spritzguss-Materialien wie Nylon, ABS und Polypropylen.
 
Der Aquaclip versiegelt die Tasche hermetisch, total luftdicht. Das heißt, wenn der Beutel über Bord fällt sind die Geräte schwimmfähig. Es bedeutet auch Schutz gegen Dreck, Sand, Schnee, Staub, Öl , Farbe und andere Dinge. Doch nicht nur outdoor sind Aquapacs nützlich - auch innerhalb von Werkstatt- und Industriebetrieben finden Aquapacs immer mehr überzeugte Anwender.

Der Aquaclip hat eine lebenslange Garantie. Auf Material- oder Verarbeitungsfehler gewährt der Hersteller bei den Taschen zwei Jahr Garantie. Die wenigen Beanstandungen (weit unter 0,1%), die bei Kunden auftreten, beziehen sich fast ausschließlich auf äußere Schäden, die durch spitze Gegenstände am Aquapac entstanden sind. Diese können vorkommen - immerhin besteht das Aquapac aus einer dünnen Kunststoffolie. Daher sollten sie es vor dem Gebrauch genau begutachten, denn solche Schäden können leider nicht durch unsere Garantiebestimmungen gedeckt werden. Dafür sollten Sie eine Versicherung haben.

Was bedeutet "wasserdicht": Die British Standards Institution (BSI, vergleichbar DIN) führte 1999 eine Serie unabhängiger Testreihen nach dem BSEN-Standard 60529:1992 durch. Der Kabeldurchlass-Verschluss der Modelle 'Connected Electronics' und 'Radio Microphone' war 1999 noch nicht entwickelt und wurde bisher nicht getestet.
Bei den ersten Tests ging es um das Eindringen fester Gegenstände. Es wurde geprüft, ob Staub durch den versiegelten Aquaclip geblasen oder gesaugt werden konnte. Die Antwort war 'Nein'. Alle Prüfmuster waren zu 100% staubdicht und erfüllten die Kategorie IP6X, den härtesten Staubdichte-Test. Als nächstes wurden sie auf Wasserdichtigkeit geprüft. Alle erfüllten IPX7 für vorübergehendes Eintauchen in Wasser. IPX8, mindestens 30 Minuten in 10 Metern Tiefe (enspricht 1 bar) bestanden dann fast alle Prüfmuster problemlos. Im Prüfmuster mit der längsten Verschlußschiene (die mit 4 Hebeln, 'Jumbo Whanganui' und 'Large All-Purpose Seti') wurde bei diesem Test ein winziger Wassertropfen gefunden. Aber die Aquapacs mit den kürzeren Verschlüssen waren innen immer noch 100% trocken. Die Modelle mit dem kürzesten, 85mm langen Verschluß waren sogar bis 40m wasserdicht. Über diesen Verschluß verfügen 'Keymaster', 'Mini Phone', 'Small Phone', 'Pager' und 'Mini Walkie-Talkie Sports'.
 


Im Test

Das Aqupac läßt sich mit der am Verschluß befestigten Kordel leicht um den Hals oder die Schulter hängen (im Foto rechts am Hals meiner Frau).

Drehverschlüsse öffen. Der PocketPC wird einfach in den Beutel gesteckt, die beiden Drehverschlüsse werden in die entgegengesetzte Richtung zugedreht, sie rasten sehr gut ein und stellen sicher, dass der Plastikbeutel wasser- und staubdicht ist. Durch die Klarsichtfolie an der einen Seite des Beutels kann der PocketPC weiterhin sehr gut bedient werden.  Ein integrierter Stylushalter befindet sich zwischen dem Verschlußclip und dem Klarsichtteil des Beutels.

Zu Testzwecken habe ich auch schon mal mein Handy in den Beutel dazu gesteckt. Platz für das T68i war ja neben meinem iPAQ noch ausreichend vorhanden. Das Läuten des Handies war gut zu hören, ja sogar das Bedienen der Tasten und Führen von Gesprächen war durch die Folie hindurch möglich. Keinerlei Verständigungsprobleme.

Genausogut passt das Emtac-Bluetooth-GPS in den Beutel und hat hervorragenden Empfang.

Da es bei meinen Wanderungen in den letzten Wochen 'leider' nicht regnete, habe ich das Aquapac einem Härtetest im Garten unterzogen. Aufgehängt auf einen Baumast ließ ich den Gartenschlauch eine Viertelstunde von oben herab sein Wasser darauf ergießen. Was passierte? Der Beutel war außen klatschnaß und innen staubtrocken (zum Glück!). Mein iPAQ war trocken wie immer und hatte keinerlei Schaden genommen. Die Schwimmfähigkeit habe ich ein einem kleinen Bach meines Heimatortes ausprobiert - ebenfalls keine Beanstandung, der iPAQ schwamm mit dem Aquapac im Bach und war nach wie vor trocken. Einzig die Wasserdichtheit bis 5 Meter Tiefe habe ich nicht ausprobiert. Aber wer will schon seinen PocketPC unter Wasser ablesen?

Bei Trockenheit läßt sich das Aquapac klein zusammenfalten und leicht im Rucksack oder sonst wo verstauen. Ebenso schnell ist der PocketPC bei beginnendem Regen wieder darin verstaut und bestens geschützt. Nur beim Öffnen des nassen Aquapac muss man darauf achten, dass der PocketPC nicht mit der Feuchtigkeit in Berührung kommt - aber das ist wohl kein Problem.

Fazit

Ich möchte das Aquapac nicht mehr missen. Es schützt den PocketPC bei Wanderungen und Bootsfahrten ausgezeichnet auch vor langeinwirkender Nässe und Staub. Die Bedienung des darin untergebrachten PocketPCs ist weiter gewährleistet. Da sogar ein Stylushalter vorhanden ist, braucht man für den kein anderes Versteck suchen, wo man ihn dann nicht mehr findet.

 


Zubehör, Kauf, Preis und Links

Als Zubehör gibt es einen Gürtelclip um € 6,90.

Die gesamte Palette der Aquapacs (für GPS-Empfänger, Wanderkarten, Mobiltelefone, Fotoapparate, etc bis hin zu Notebooks) gibt es beim Distributor zu kaufen:

AQUAMAN Deutschland GmbH
Donaliesstraße 2
D - 31675 Bückeburg
Telefon: +49 (0)5722 / 98 10 50
Telefax: +49 (0)5722 / 98 10 52
Email:
info@aquaman.de
http://www.aquapac.de/homeframe.html

Das von mir getestete Aquapac PDA Classic Plus kostet dort € 32,90.